Teil eines Werkes 
2 (1843)
Entstehung
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haben! Wie ſinneberaubt ſank ſein Haupt neben das erkaltete der Todten, und das Mädchen ſaß ſchluchzend am Bett und umſchlang den geliebten Jüngling mit bebenden Armen.

Da fielen einige Gewehrſchüſſe in der Nähe, und kriegeriſche Hornmuſik drang von fernher herüber. Die fremdartigen Töne erweckten den Mann aus ſeiner Geiſtes⸗ ohnmacht. Das iſt Schwedenvolk! rief er, wie von innerer Wuth gepackt. Kommen ſie, meiner Mutter Sterbeſtunde zu ſtören? Aber zittere nicht, Du meine Liebe, mein letzter Schatz! Dein Nis iſt ja da, und weder Dich noch die Heilige da ſoll irgend eine böſe Hand berührrn.

Heftig wurde jetzt gegen die Hausthür geſchlagen und ſchwediſche Flüche erklangen auf dem kleinen Hof⸗ raum. RNis trat raſch hinaus auf den Vorplatz, und die Dirne folgte ihm mit der Lampe, indem ſie kaum Athem zu ſchöpfen wagte vor Angſt.

Aufgemacht, Bauer! rief es draußen mit grober Stimme. Oder ſollen unſere Kolben deine Thür zu Splittern ſchlagen?

Nis ſchob den Riegel zurück und zog die obere Hälfte der Pforte auf, vor welcher mehre ſchwediſche Muske⸗ tiere ſichtbar wurden. Gehet weiter, Ihr Herren! ſagte er mit feſter Stimme zu ihnen, hier iſt kein Raum zum Quartier: denn eine Leiche liegt in dem einzigen Bett dieſer Hütte.

Biſt Du toll? fragte einer der Schweden zurück. Meinſt Du, däniſcher Narr, Dein Mährchen möchte uns abweiſen? Wir ſind marode vom Marſche durch euren tiefen Boden. Die Lebenden wiſſen wir aus den