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wehr, die hier uns am nächſten quartirt, zu Hülfe mich ſandte er euch entgegen; laßt die Pferde ausſtreichen, mir nach ohne Verzug und die friſche Macht rächt die Büberei und das Blut der Brüder!—
Marſch! Marſch! donnerte Streithelm, und alle ſetzten ſich bügelfeſt, ſchwangen die Säbel und drückten den Pferden die Sporen ein.— Cäcilie und ihre Mutter hatten vom Balkon den Aufbruch angeſehen, aber wie erſchracken beide aufs Neue, als jetzt ihr Freund, der Major von Hochhorſt, ebenfalls hoch zu Roß auf ſeinem ſchwarzen Leibhengſte von den Stallgebäuden hertrabte, und dabei ſeinen zuſammengelaufenen Dienſtleuten flüch⸗ tige Befehle zuherrſchte.
Richard, was willſt du thun? Willſt du dein Leben
wagen und uns ganz ohne Schutz laſſen? jammerte die bleiche Cäcilie zu ihm hinunter. Mit glänzenden Augen und freier Fröhlichkeit in den Zügen hielt Herr Richard den Zügel an und blickte zu dem Mädchen hinauf.
Es gilt deutſche Ehre und deutſche Freundſchaft, ſprach er lebhaft und in jugendlicher Bewegung. Meinſt du, dein Hochhorſt ſei zu alt geworden, und könne dieſen jungen Vildfängen nicht noch ein Muſterbild geben? Bete und winde eine Krone aus meiner Myrte für den Tapferſten, wenn wir heimkommen. Mit Gott denkt dein Freund des Siegerpreiſes nicht unwerth zu kehren. Der Balthaſar und die Jäger bleiben zu deinem Schutz.
Nicht umſonſt hat eine Gottesſtimme mir heute das Kriegerkleid angethan. Würden die Schwarzen beſiegt, flammte der erſte rothe Hahn auf unſerm Dache. Es gilt meinen Heerd, es gilt für dich, für Ehre und Liebe. Auf Wiederſehen, meine liebe, liebe Cilla.—
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