Teil eines Werkes 
1 (1843)
Entstehung
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Traume empor. Und dieſer dein Leopold iſt? fragte er mit ungewiſſer Stimme zurück. Mein Lieutenant, antwortete Streithelm ironiſch, ein Teufelsjunge, der ſo gut tanzt wie ſchlägt, und vor dem ſelbſt die Bräute nicht ſicher bleiben, und der auch darin eine Ader von ſeinem unbekannten Vater beſitzt. Und die Mutter? Wo lebt ſie? ſtammelte Hochhorſt mit aufglühendem Geſicht. Sie iſt erlöſet; drei Jahre, nachdem ich ſie ſah, erbarmte ſich der Himmel ihrer, antwortete ernſt der Rittmeiſter; ihr Name

Mathilde von Ahauſen! ſchrie Herr Richard auf, ehe der Freund vollenden konnte, und verbarg ſein Ge⸗ ſicht in die gefalteten Hände, und lag lange ſo auf den Tiſch geſtützt.

Der Rittmeiſter hielt es nicht rathſam, den Seelen⸗ kampf zu unterbrechen, den er ſelbſt erregt, aber recht mitleidig ſah er auf den Freund, dem er faſt wie ein teufliſcher Störenfried in ſein arkadiſches Stillleben hatte treten müſſen. Nach einer Weile ermannte ſich der Major und richtete ſich langſam auf und zeigte ein ver⸗ finſtertes, aber recht männlich entſchloſſenes Geſicht. Laß den Lieutenant kommen, ſagte er halblaut, ich muß den Sohn Mathildens kennen lernen.

Das kannſt du bald, antwortete Streithelm lebhaft; ich höre ſchon das Getrappel der Pferde auf deinem Hofe, meine Offiziere werden alle unten zur Parole bei mir verſammelt ſein. Aber du ſollſt dir Zeit laſſen zur Faſſung und Ueberlegung.

Meineſt du, ich hätte den Soldatenſinn ganz verlo⸗ ren, weil du mich ſchwach geſehen? fragte Hochhorſt empfindlich. Trage ich auch den Todtenkopf nicht mehr über der Stirn, ſo weiß ich doch noch in jedem Wetter