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von unſern Köpfen wird dem Muſelmanne mit keinem
Goldſtück bezahlt werden.“—
„Man nennt mich den Langdegen von Bretagne,“ entgegnete der Franzos mit ſtolzen, faſt verächtlichen
Blicken;„vergißt du das, Flachskopf? Beim Sanct
Denis, dein Hals wird meiner Klinge nicht zu hoch ſitzen.—
„Bedenkt des Königs Geſetz!“ mahnte der Templer. „Zweikampf iſt nur erlaubt mit Roß und Rüſtung und vor dem Marſchall. Der Beſiegte, ſei er todt oder nur verwundet, faulet am Galgen. Machet gut, Briſſac, bittet ab die Sünde des Bechers! Mein wackerer Kum⸗ pan wird verſöhnlich ſein.“
Briſſac ſtand unentſchloſſen, aber die übrigen Junker hatten ſchon ſämmtlich nach den Schwertern und Feder⸗ mützen gegriffen, und tobten durch einander:„Hinaus zum Olivenwalde! Rache für die Damen! Deutſches Blut zur Sühne für unſern Pierre!“—
In dieſem Sturmmoment theilte ſich das Gedränge der Dienerſchaft am Eingange und zwei hochgewachſene Männer in fürſtlicher Tracht wurden ſichtbar. Man erkannte in ihnen den jungen Grafen von Artvis und ſeinen Ohm, den ſtrengen, allgefürchteten Herzog von Burgund.
„Was gibt's hier, meine Herren?“ rief der lebhafte Graf.„Eine Zechcompagnie, Muſik und Rauſch und Streitlärm obendrein? Sind das die Paladins von Frankreich und Navarra, die mit mir zogen, um den Tod meines Vaters an den treuloſen Heiden zu rächen? Wollet ihr durch euer ſündhaftes Treiben noch größere Noth, vom ſtrafenden Himmel noch größere Plagen auf die Häupter eurer Brüder herablocken? Vergaßet ihr,
Blumenhagen. I. 2


