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ſchleichenden Mesherda lagerte die Vorhut unter Dattel⸗ bäumen und ſchattenden Zedern. Ihre Führer, einige Dutzend junger Ritter verſchiedener Nationen, ſaßen verſammelt in einer großen Laubhütte, die mit den Zweigen der ſüdlichen Eiche, deren ſüße Früchte auch dein Menſchen ſchmecken, bedeckt worden. Die lebens⸗ muthigen, meiſt jungen Kriegsleute ſchienen leichten Sin⸗ nes ſich zu mühen, Alles zu vergeſſen, was hinter ihnen lag, und nahe vor der Todespforte ihre Anſprüche an das Leben und ſeine Genüſſe zwiefach geltend zu machen. Zitherſchläger und Pfeifer muſizirten in einem Winkel und ließen gar luſtige Weiſen und wilde Tanzmuſiken hören. Pagen und Diener ſchleppten leckere Schüſſeln aus der Feldküche und mächtige Kannen ſüßen Weines heran, die man zuvor im ſeichten Flußbett gekühlt. Alles ſcherzte und lachte durcheinander, als gäbe es ein königliches Wiegenfeſt im Schloſſe zu Paris oder den Ritterſchlag eines Prinzen von Navarra; ein Proven⸗ Lale ſpielte den Poſſenreißer, und ein junger Caſtilianer verſuchte mit einer nymphenhaft gekleideten fahrenden Frau einige Sprünge des Fandango auszuführen, ſank aber bald mit ſeiner Tänzerin in Schweiß gebadet und erſchöpft auf die rauhe Holzbank. Auch dergleichen, gar ſinnig alſo betitelte Perſonen hatten ſich unter die Kreuz⸗ fahrer des frommen Königs gemiſcht und blieben unent⸗ deckt, weil Fürſtenfrauen und Ritterdamen in großer Anzahl ihre Eheherrn begleiteten, und ſie als Weiber der Knechte und Nichten der Lagerköche im Mantel der Ehrbarkeit ſich verſteckt zu halten vermochten.—
„Es geht nicht mit dem Tanze, und der Wein gießt Feuer zum Feuer;“ rief wild der ſchwarzbärtige Briſ⸗ ſac.„Verdammtes Land! wo der Schlaf das einzige


