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zu vertheidigen verſucht und lagen hingeſchlachtet auf der freiwillig erkohrenen Todesſtätte; was ſich von den Bewohnern nicht glücklich durch die Katakomben geflüch⸗ tet, wurde in den Kellergewölben und Ziſternen aufge⸗ ſucht, und durch Flamme und Schwert getödtet. Aber wenig half dieſer Triumph, wenn er auch den gemeinen Krieger williger machte, indem er ihm leichte Erobe⸗ rungsträume vorgaukelte. Der größte Theil des Heeres mußte ein weites Lager beziehen und wurde den gefähr⸗ lichen Einflüſſen des fremden Himmels blosgeſtellt; ein breiter Graben mußte dieſes Lager ſichern gegen die zwar nicht ernſten und andauernden, aber hitzigen und oft wiederholten Anfälle des Feindes, bei denen man einigemale den König der Mauren ſelbſt bemerkt zu haben glaubte, und Tunis, die Königsſtadt der Un⸗ gläubigen, die man für ſchlecht befeſtigt gehalten, lag im Angeſicht des Heeres als ein wohlverwahrter, ſtreng bewachter Platz, und die Wurfmaſchinen ſeiner Wälle ſchleuderten zerſchmetternde Felsmaſſen und brennenden Sand zwiſchen die Krieger des Kreuzes. Vergebens er⸗ wartete man den Feind in ſeiner gewöhnlichen Unbe⸗ ſonnenheit auf dem freien Felde erſcheinen zu ſehen; nur wenn die franzöſiſchen Krieger ſich gierig nach Beute und in kleinen Haufen vom Lager entfernten und die menſchenleeren Dörfer durchſtreiften, ſahen ſie ſich plötzlich von blutdürſtigen, ungeſtümen Feindeshaufen umringt, die geſpenſtiſch kamen und ſchwanden, ohne daß man wußte woher und wohin, doch nur Wenigen vergönnten, zu ihren Fahnen zu kehren und von dem Tode der Gefährten Kunde zu geben. Auch Tunis mußte belagert und erſtürmt werden; doch König Ludwig war alt und bedächtig geworden; der Held von Damiette


