Teil eines Werkes 
4. Bd. (1847)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

351

mit welcher Sie geſehen worden waren, von der Art ſein müßte, daß Sie Urſache hätten, ihrer ge⸗ gen uns nicht zu erwähnen. In dem hierdurch hervorgerufenen Gemüthszuſtand drang meine Tochter in mich, ohne Verzug Rom zu verlaſſen und nach der Mittheilung des Herrn Rbymer entſchloß ſie ſich, nie mehr mit Ihnen zuſammenkommen zu wollen. An dem Morgen, da wir von Rom ab⸗ reiſten, zeigten Sie ſich auf der Straße, und daß dies zu ſolcher Stunde und in dem Anzug vom Abend vorher geſchah, diente natürlich nur dazu, um noch mehr in der vorgefaßten Meinung zu beſtärken. Die Verzweiflung meiner Tochter wurde volſſtändig, als Sie zu Como abermals in Geſellſchaft derſelben Dame auftraten. Sie hat viel und ſchwer gelit⸗ ten und wenn ich auch geſtehe, daß Sie Urſache haben, ſich durch unſeren ungerechten Argwohn und durch den Mangel an Offenheit beleidigt zu füh⸗ len, der uns abhielt, Ihnen Alles zu eröffnen, ſo bedenken Sie wenigſtens, daß Sie durch Ihr eige⸗ nes Benehmen Veranlaſſung dazu gaben. Warum haben Sie uns den Namen der Dame verheimlicht, mit welcher Sie geſehen worden waren!?

Sie haben Recht; ja, ich ſehe es wohl ein. Ich durfte die Eröffnung meines Freundes Del⸗ mington nur annehmen, wenn er mir erlaubte, da⸗ von gegen meine Verlobte Gebrauch zu machen. Wie viel Widerwärtigkeiten wären uns erſpart ge⸗