Teil eines Werkes 
4. Bd. (1847)
Entstehung
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daß er insgeheim mit der Lady Roehampton um⸗ ging und ihr ſogar nichts davon mittheilte. Wie viel Jammer wäre beiden erſpart worden, wenn er ſich offen und vertrauensvoll gegen ſie ausge⸗ ſprochen haben würde. Warum aber trat er mit der Frau in ein geheimes Einverſtändniß? Was konnte ihn zu einem ſolchen ſeltſamen Betragen vermögen?

Solche Gedanken ſtiegen in Louiſen Sydney auf, während ſie mit pochendem Herzen jedem Worte lauſchte, das von Stratherns Lippen kam. Nie klang die lieblichſte Muſik ſo ſanft in ihren Ohren, als der Ton ſeiner Stimme. Sie vergaß, daß ſie von Fremden umgeben und daß noch für nichts eine Erklärung gegeben war; ſie freute ſich blos, daß ihr Geliebter wieder mit der Mutter in der Weiſe erneuerter Freundſchaft ſich unterhielt. Wenn aber dieſes unerwartete Zuſammentreffen Louiſen überraſchte und entzückte, was mußte Strathern empfinden? Er ſtaunte zuerſt über die Aufnahme, die ihm von Mutter ſowohl als Tochter zu Theil wurde, aber bald ſchwamm er in einem Meer von Wonne. Was konnte dieſe glückliche, nie geahnte Veränderung herbeigeführt haben? Hat⸗ ten ſie entdeckt, daß ihm Unrecht geſchehen war und bereuten ſie jetzt ihre Ungerechtigkeit und Grau⸗ ſamkeit? Ja, ſo mußte es ſein, und wie ſtolz er auch von Haus aus war, er ſah an ſeinem über⸗