Teil eines Werkes 
4. Bd. (1847)
Entstehung
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Mutter und Tochter ſtutzten und waren auf's Aeußerſte überraſcht, als ſie in der ſchönen Dame

vor ihnen das wohl bekannte Geſicht der Begleite⸗

rin Stratherns im Coliſeum erkannten. Auch Lady Roehampton erinnerte ſich wieder des Fräuleins Sydney; die, um es gelinde auszudrücken, uner⸗ klärliche Kälte des jungen Mädchens bei ihrem Zuſammentreffen in Como kam ihr alsbald wieder zu Sinn und gab ihrem Benehmen eine Blödig⸗ keit, welche in Verbindung mit der ſichtbaren Verwunderung der Frau und des Fräuleins Syd⸗ ney die Lady Donnington etwas in Verlegenheit brachten.

Während dies in der einen Ecke der weitläu⸗ figen Bibliothek vor ſich ging, war Strathern nach einer Verbeugung gegen die Herzogin zu einigen Männern getreten, um mit ihnen zu reden. Jetzt kam er vorwärts und wer kann ſein Staunen aus⸗ drücken, als er Louiſen Sydney und ihre Mutter

erblickte. Das Geſicht der letzteren ſchien Strah⸗

len von ſich zu werfen, eine ſo helle Röthe über⸗ deckte ihre Wangen und ihre Augen funkelten, als ſie den ſeinen begegneten. Er ſtand ganz beſtürzt da und war unſchlüſſig, ob er näher treten ſollte; aber Frau Sydney lächelte und verbeugte ſich gegen ihn mit ſo viel Freundlichkeit, daß er auf ſie zu⸗ ſchritt und ihre dargebotene Hand ergriff. Auch Louiſe reichte ihm zitternd vor innerer Erregung 22*