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Vermögen geerbt hat, denn er macht gewiß den beſten Gebrauch davon.“
Um vier Uhr deſſelben Tages, an welchem die vorſtehende Unterredung zwiſchen dem Marquis von Mountſerrat und Lord Fitzwarren Statt fand, ſaß der erſtere im boudoir der Gemahlin des Letzteren. „Sind Sie glücklich, theure Olivia?“ fragte er und nahm eine nachdenkliche Miene an. Er beſaß nicht ſo viel Muth, um den wohlverdienten Vor⸗ wurf ihres Mannes von dieſem Morgen zu ahnden, fühlte ſich aber dadurch beleidigt und war nieder⸗ trächtig genug, ſich dadurch rächen zu wollen, daß er jetzt der Frau den Hof machte mit der er früher in einem Liebesverhältniß geſtanden hatte.
„Glücklich!“ wiederholte die Lady.„Wer könnte mit einem ſolchen Mann glücklich ſein?“
„Ach, Olivia, wäre mein Bruder geſtorben be⸗ vor mich die Armuth zwang das ſchreckliche Weib zu ehelichen die meinen Namen trägt, ſo könnten wir jetzt glücklich ſein.“ Dabei blickte der verſchla⸗ gene roué der Lady Fitzwarren in's Geſicht und ſeufzte tief auf.
„So reden Sie jetzt, aber Ihr verändertes Be⸗ nehmen, Ihre Gleichgültigkeit bewieſen mir lange bevor Sie die Perſon zu ſehen bekamen, daß alle Ihre Neigung zu mir verſchwunden war. Ich zweifle übrigens ſehr, ob Sie je eine ſolche für mich empfunden haben.“


