Erſtes Kapitel.
Wenn einmal in liebende Herzen
Die Stacheln der Eiferſucht dringen, So rufen zu Stillung der Schmerzen Den Stolz ſie zu Hilfe und bringen Von außen ſich Ruhe zu Stande Dieweil das gepein gte Herz
Nach innen verblutet, die Bande
Der Seele ſich löſen im Schmerz, Die Stolze kann freundlich erſcheinen, Die Stolze kann hemmen das Weinen, So lang der Geliebte noch weilt; Faum iſt er von dannen geeilt, Kaum iſt er nicht länger zu ſehen, So iſt's um den Stolz auch geſchehen. Dann ſtürzen unendliche Thränen, Doch ungeſtillt bleibet das Sehnen. Hätt' das der Geliebte erblickt,
Es wäre ganz anders gekommen, Jetzt wird ſie von Qualen erdrückt, Der Stolz iſt ihr völlig genommen, Und das tief verwundete Herz
Will brechen vor Jammer und Schmerz.
Als Louiſe Sydney am Morgen, nachdem ſie Strathern im Coliſeum geſehen, aus ihrem un⸗ ruhigen Schlummer erwachte, empfand ſie während der paar erſten Minuten ein unbeſtimmtes Gefühl
Strathern u1. 1


