393
len, oder, wie der Fürſt Talleyrand geſagt hat, ihre Kleider fangen zu ſpät an und hören zu früh auf. Oh, wie habe ich gelacht, da der valet de chambre des Fürſten mir das ſagte; es iſt ſo rich⸗ tig, denn bei vielen von den dames anglaises be⸗ deckt der Anzug die Schultern und den Oberleib zu wenig und der Unterrock iſt viel zu kurz. Nun, nun, wenn der Mylord im Sinn hat, meine mai- tresse zu heirathen, ſo weiß ich, er thäte gut da⸗ ran, mir ein wenig zu faire la cour. Thut er das nicht, ſo will ich machen, daß ſie ihm einen Korb gibt. Nein, nein, ſie ſoll nur heirathen, wenn ich will. Aber probablement er hat nie an dies tolle, gemeine Weib gedacht. Nous verrons, nous verrons.“
Während ſich Juſtine dieſem Selbſtgeſpräch über⸗ ließ, befragte Frau Maclaurin Frau Bernard um ihre Meinung von Lord Alerander Beaulien:„Ha⸗ ben Sie ſchon einen ſo ſchönen Mann geſehen?“ redete ſie dieſelbe an.
„Ich habe nicht viel auf Se. Herrlichkeit Acht gegeben, Madame.“
„Das ſieht Ihnen ganz gleich. Es gibt keine ſolche Menge von Lords, daß Sie nicht einige Neu⸗ gierde hätten fühlen ſollen, einen zu ſehen. Ver⸗ muthlich haben Sie aber ſo viele Lords ſchon ken⸗ nen gelernt, daß Sie ſich nicht mehr viel um ſie
tämmern. Aber wollen Sie damit ſagen, daß Sie


