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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
Entstehung
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128 Zwölftes Kapitel.

gerichtet, daß er ſich gehörig ausdehnen konnte, wenn der Fiſch größer wurde. Auf dem Ringe ſtanden in griechiſcher Sprache die Worte: Ich bin jener Fiſch, welcher von allen zuerſt durch die Hände des Kaiſers Friedrich M. in dieſen Woog geſetzt worden iſt am 5. Oktober 1230. Und wißt ihr, wie lange der Fiſch in dem Woog ſaß? Nicht weniger als 267 Jahre. Anno 1497 wurde er erſt ge⸗ fangen und nach Heidelberg auf Kurfürſt Philipps Tafel gebracht. Rathet einmal, wie groß er war und was er wog? Neunzehn Werkſchuhe war er lang und 350 Pfund hat er gewogen. So ſteht's im Lauterer Schloß gemalt und in den Büchern ſchwarz auf weiß. Ihr ſeht, Monſieur Clignet, daß es kein erlogenes Jägerſtücklein iſt.

Klingt etwas ſtark, ſagte Paul;wenn's aber wahr iſt, muß ich's eben glauben. Uebrigens bin ich begierig, die Teiche zu ſehen.

Das könnt ihr, ehe eine Stunde vergeht, ſagte der junge Sickingen.Da ihr Herren euch doch nicht länger wollt halten laſſen, ſo wollen wir euch eine Strecke begleiten. Wir reiten dann nach der Abtei Otterberg. Dort und auf dem ganzen Wege bis Lautern habt ihr die Fiſchwooge nach einander, wie ihr ſie ſehen wollet.

Paul ſprang ſogleich vom Tiſche auf. Das Zeichen zum allgemeinen Aufbruch war gegeben, und bald ſtanden die Roſſe geſattelt im Hofe des alten Schloſſes.

Eine Zeit lang ritt die kleine Geſellſchaft am Saume eines kräftigen Buchenwaldes hin. Dann ging es in ein