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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
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Das Wiederfinden. 127

Simon! rief in dieſem Augenblicke eine Stimme, und der alte Diener ſtand raſch auf, um zu dem jungen Manne zu treten, der unter dem Eingang der Halle erſchien.

Sehet, ihr Herren, das iſt die Art von Angeln, die ich vorhin beſchreiben wollte, ſprach Paul Clignet, als er wieder in den Saal zu der kleinen Tiſchgenoſſenſchaft trat. Damit hielt er ihnen einen ziemlich ſtarken Angelhaken hin, den ihm der alte Simon ſo eben hervorgeſucht hatte.

Pah! rief Einer aus der Geſellſchaft;Monſieur Clignet, der iſt zu ſchwach für die Hechte, wie ſie in den hundert Weihern vorkommen, die ſich um das Städtlein Lautern und das Kloſter Otterberg befinden. Den Haken hätte Kaiſer Friedrichs Hecht zehnmal zum Frühſtück ver⸗ ſpeist, ohne Bauchgrimmen zu bekommen.

Was war das für ein Hecht? fiel der junge Herr von Sevre ein.

Das ſollt ihr hören. Das Schloß Lautern war ein Lieblingsaufenthalt der beiden hohenſtaufiſchen Kaiſer, Fried⸗ richs des Rothbarts und Friedrichs des Zweiten; denn die roßen Wälder, welche das Städtlein rings umgeben, und

ie i Teiche wae Fiſche d n Wild. Den großen Woog hinter dem Schloſſe, den man den Kai⸗ ſerswoog nennt, ſoll Kaiſer Friedrich H. angelegt haben. Da hinein ſetzte er mit eigener Hand einen Hecht. Dieſem

Fiſche ließ er einen goldenen Ring mnlegen, ſo künſtlich ein⸗