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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
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Die itertuſchunt 117

ner Worte, ſprach der Prediger ernſt und mit Nachdruck. Ich wiederhole vielmehr, daß keine gottesdienſtliche Ver⸗ ſammlung beabſichtigt war. Dieſe Leute kamen ungerufen, um zu erfahren, welche Nachricht ich ihnen von Neuſtadt bringe. Wenn ihr meine Anſprache gehört habt, ſo werdet ihr ſelbſt bezeugen müſſen, daß ich ihnen ſolche verkündigt habe. Daß ich es in meiner Weiſe als Pfarrer gethan, das leugne ich nicht und ſchäme mich deſſen nicht; daß die Zuhörer den Herrn darob laut lobten, wird ihnen hoffentlich kein Chriſt zum Verbrechen machen wollen.

Als Herr v. Walden hierauf ſeine Stimme wieder barſch gegen den Prediger erhob, lief ein dumpfes Murren durch die ganze Verſammlung. Clignet reckte die rechte Hand empor, und ſagte in ſeiner gewöhnlichen ſanften Weiſe: Ruhig meine Freunde! Augenblicklich trat die tiefſte Stille ein. Hierauf wandte er ſich an Herrn v. Walden mit den Worten:Edler Herr, euer ſpäter Beſuch gilt doch wohl nur meiner Perſon. Seid ſo gütig und laſſet dieſe friedlichen Leute ruhig nach Hauſe gehen. Sollte ein Fehler gegen kurfürſtlichen Befehl begangen worden ſein, laſſet mich allein die Folgen tragen.

Sie mögen gehen und ſich ruhig verhalten, ſprach Herr von Walden laut:denn die geringſte Widerſetzlichkeit würde die bitterſten Folgen haben. Wenn die Gemeinde ruhig bleibt, wird mein gnädigſter Herr ſie ſchützen und ihr ſein Wort treulich halten.

Die Verſammlung ſchien indeß nicht Luſt zu haben,