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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
Entstehung
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46 Viertes Kapitel.

auch nicht. Ich hab' es Euch ſchon oft geſagt, daß das ge⸗ gen meinen evangeliſch⸗reformirten Glauben iſt.“

„Du lieber Himmel!“ rief das Weib ärgerlich;„ biſt du denn immer noch ſo verſtockt? Willſt du denn ewig ein Ketzer bleiben? Aber du magſt dich wehren oder nicht, es bleibt dir nichts anders übrig, du mußt doch katholiſch werden.“

Paul ſah ſie ſtarr und erſchrocken an. Was ſie bisher nur auf gelinde Weiſe gewünſcht, worum ſie ihn nur freund⸗ lich gebeten hatte, das ſagte ſie jetzt ſchroff und beſtimmt heraus. So hatte er ſie noch nicht geſehen. Allein Paul hatte in ſeinem Weſen etwas Feſtes, wonach er am wenig⸗ ſten durch Zwang zu etwas zu bringen war. Nach einigen Augenblicken ſagte er freundlich:„Mutter Anna, das iſt euer Ernſt nicht.“

„Ja es iſt mein Ernſt, mein voller Ernſt,“ fuhr das Weib heraus.

„Das werdet ihr nicht erleben,“ ſprach Paul feſt und beſtimmt.

„Nicht?“ rief die Fiſcherin.„Das wollen wir ſehen. Was willſt du denn anfangen?“

„Ich will thun, was ich ſchon längſt wollte,“ antwor⸗ tete Paul.„Ich will fortgehen und meinen Vater und meine Mutter aufſuchen.“

Während ſie ihm nun die Unmöglichkeit ſchilderte, den ſpaniſchen Soldaten zu entkommen, ſah Paul plötzlich einen Mönch auf die Fiſcherhütte zukommen. Es war Anna's

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