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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
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Das verlorene Kind. 41

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wachte er munterer auf, und fragte angelegentlicher nach den Seinigen. Da konnte der Fiſcher nicht mehr anders, er mußte ihm ſagen, wie er ihn aus den Fluthen der Moas gezogen. Allmälig erinnerte ſich Paul ſeines Sturzes von der Felswand und ſeiner Irrfahrt in der Petershöhle. Das Alles erzählte er jetzt den beiden Leuten unter Thränen. Aber dieſe Thränen floßen noch reichlicher und der Jammer des armen Knaben war unſäglich, als ihm der Fiſcher ge⸗ ſtehen mußte, daß er bis jetzt noch nichts von ſeinen Eltern habe erfahren können. Doch ſuchte ihn Philipp damit zu tröſten, daß er verſprach, recht angelegentlich nach den Aus⸗ wanderern zu forſchen. Das that er denn auch, während Paul noch den größten Theil des Tages über das Bett hü⸗ ten mußte und nur bisweilen aufſtand, um mit matten, wankenden Schritten vor die Thüre der Hütte zu ſchleichen. Dort ſaß er öfters auf einem Baumſtamm im warmen Sonnenſchein, und wartete mit Thränen der Sehnſucht auf die Heimkehr des Fiſchers, der auf Erkundigung nach ſeinen Eltern ausgegangen war. Philipp kehrte aber jedesmal un⸗ errichteter Sache zurück. Da hatten denn die armen Leute alle Mühe, den troſtlos jammernden Knaben einigermaßen zu beruhigen. Wenn er dann fragte, welcher Weg nach der Stadt Frankfurt in Deutſchland führe, wenn er davon ſprach, daß er dahin laufen wolle, um die Seinigen wieder zu fin⸗ den, da ſchlug die Fiſchersfrau die Hände zuſammen und ſagte:„Kind, das iſt weit, entſetzlich weit, dahin kannſt du