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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
Entstehung
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8 Drittes Kapitel.

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gellenden Schrei ſtürzte er plötzlich tief hinab, und das Waſſer der Maas ſchlug über ihm zuſammen.

Sicherlich wäre Paul ertrunken, wenn nicht unweit der Felswand ein Fiſcher in ſeinem Kahne mit Fiſchen beſchäftigt geweſen wäre. Dieſer Mann ſah glücklicherweiſe einen Ge⸗ genſtand über die Felſen herabſtürzen, er hörte den Schrei, ſah, wie das Waſſer hoch aufſpritzte, und fuhr nun mit ſeinem Kahn haſtig der Stelle zu, wo der Knabe unter dem Waſſer verſchwunden war. Eine kleine Strecke ſtromabwärts ſah er einen Arm aus der Fluth auftauchen. Schnell eilte er dahin, und es gelang ihm in der That, den Verunglückten aus dem Waſſer zu ziehen. Ob der Knabe noch lebe oder nicht, konnte der Fiſcher nicht ſo bald unterſcheiden. Paul lag wenigſtens wie eine Leiche in dem Kahne. Ohne Säu⸗ men griff der Mann zum Ruder, fuhr gegen das andere Ufer hinüber und dann ſo ſchnell als möglich den Fluß hin⸗ auf. An einer Hütte, die einſam nicht fern vom Ufer ſtand, legte er an, und trug nun den Knaben ſchleunigſt in die niedrige Stube, welche zugleich zur Küche diente, und wo ſeine Frau am Herde ſtand, um das Mittageſſen zu bereiten. Das Weib fuhr erſchreckt zurück, als ſie den lebloſen Kna⸗ ben in den Armen ihres Mannes hängen ſah. Sie warf Alles beiſeite und half den Knaben entkleiden. Die beiden Leute rieben den lebloſen Körper, ſchlugen ihn in warme Tücher ein, und gaben ſich alle erdenkliche Mühe, ihn wie⸗ der in's Leben zurückzurufen.

Während ſie nun ſo beſchäftigt waren und der Fiſcher