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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
Entstehung
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Das verlorene Kind. 33

Eliſabeth hob ihr Haupt empor und ſagte im Ton der tiefen, demüthigen Ergebung:„Ja, Clignet, du haſt recht. Gegen Gott wollen wir nicht murren.“

„Eliſabeth,“ ſprach Cornelia,„der Herr tröſte und ſtärke dein betrübtes und zagendes Herz, damit dir nie das Wort gelte: Wer Sohn oder Tochter mehr liebt, denn mich, der iſt meiner nicht werth. Harre auf Gott, denn du wirſt ihm noch danken, daß er deines Angeſichtes Hilfe und dein Gott iſt.“

„Ja,“ ſagte Eliſabeth mit einem Blick gen Himmel, „weß ſoll ich mich tröſten? Ich hoffe auf dich. Ich will ſchweigen und meinen Mund nicht aufthun; du wirſt es wohl machen.“

Clignet hatte ihre Hand gefaßt, und ſo ſchmerzlich be⸗ wegt ſeine Seele war, ſo mußte er ſie doch freundlich an⸗ ſehen. Er ſprach kein Wort, aber ſeine Seele erkannte mit Dank, welch ein köſtlicher Schatz ihm in ſeinem Weibe und in ſeiner Mutter geblieben.

In dieſem Augenblicke kam des Steinhauers Weib athem⸗ los gelaufen und meldete, daß ſich ein Trupp Soldaten in der Nähe zeige.

Clignet trieb daher zum ſchleunigen Aufbruche. Er ſelbſt erklärte, er müſſe zurückbleiben, um weitere Nachforſchungen nach ſeinem Sohne anzuſtellen. Zwei beherzte junge Männer blieben zum Schutze und zur Hilfe bei ihm. Eliſabeth wollte zwar Einwendungen machen, aber ihr Gatte redete ihr freundlich zu, und ſo ergab ſie ſich denn ſtill in das Unver⸗

Blaul, Glaubenstreue.(. A.) 3