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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
Entstehung
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32 Drittes Kapitel.

das Höhlen⸗Labyrinth und begann von neuem mit allem Eifer die Nachforſchung nach dem verſchwundenen Paul.

In größter Spannung und unter innigem Gebete harr⸗ ten die Zurückgebliebenen Stunden lang. Endlich kam eine Abtheilung der Suchenden nach der andern ganz niederge⸗ ſchlagen zurück. Zuletzt erſchien der Pfarrer mit dem Stein⸗ hauer ebenfalls ohne Paul, und bleicher und verſtörter als zuvor. Sie waren in einem der Gänge auf ein menſchliches Gerippe geſtoßen. Da hatte vor vielen Jahren wohl auch ein Unglücklicher vergebens einen Ausgang geſucht und einen jämmerlichen Tod in der Höhle gefunden. Der Eindruck, den dieſe Entdeckung auf den armen Vater machte, war fürch⸗ terlich, doch ſprach er keine Sylbe davon.

Der Jammer der Pfarrerin und das Wehklagen der Gemeinde war nun herzzerreißend. Der Stuhl der Groß⸗ mutter ſtand auf der Erde, Eliſabeth lag vor ihr auf den Knieen und drückte ihr Geſicht in ihren Schooß, die kleine Marie hing ſchluchzend an ihr. Cornelia hatte die Hand auf das Haupt ihrer Schwiegertochter gelegt; aus ihren blinden Augen rannen große Thränen. Elignet drückte einige Minuten lang die linke Hand feſt auf ſeine Augen, dann richtete er ſich gerade auf, und ſprach mit bebender Stimme, aber ernſt und feierlich:„Herr, nicht unſer, ſondern dein Wille geſchehe! Eliſabeth, das Kind, das Gott uns gege⸗ ben, war nicht unſer, ſondern ſein. Der Herr hat es gege⸗ ben, der Herr hat es genommen, der Name des Herrn ſei gelobt.“