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Die Petershöhle.
Paul, der lebhafte Knabe, war ganz entzückt von dem allem, und ſein Vater mußte wiederholt dar an mahnen, daß ſie jetzt wieder zurückkehren müßten.
Der Sonntagsmorgen kam. Früh fand ſich der ehrliche Steinhauer ein, und die kleine Gemeinde, ihren Geiſtlichen an der Spitze, folgte ihm nach der Halle des Brunnens; ein Mann hielt ſich als Wächter nahe bei dem Eingange der Höhle auf.
Um die dunkle Halle des Brunnens, welche heute die Kirche abgeben ſollte, möglichſt zu erleuchten, hatte man in der Mitte ein helles Feuer angezündet. Ueberdies trugen viele Männer Kienfackeln, einzelne Frauen Oellampen in der Hand. Großmutter Cornelia war von vier Männern auf ihrem Rollſtuhle getragen worden, und ſaß faſt in der Mitte des Raumes, während ſich die Männer auf der einen, die Frauen auf der andern Seite im Halbkr eiſe auf⸗ geſtellt hatten. Der Geiſtliche hatte ſeinen Platz un mittelbar hinter dem verſteinerten Baumſtrunk genommen. Als tiefe Stille eingetreten war, ſtimmte er den ſiebenundzw anzigſten Pſalm an. In gedämpften Tönen ſang die Ver ſammlung dieſes Troſtlied:„Der Herr iſt mein Licht und mein Heil, vor wem ſollte ich mich fürchten? Der Herr iſt meines Lebens Kraft, vor wem ſollte mir grauen?“ Feierlich und ergreifend ſcholl der Geſang durch die hohe Halle, und ſchien ſich in dem weiten Labyrinthe der zahll oſen Gänge zu verlieren. Wenn aber eine Pauſe eintrat, da mußte jedes Ohr unwillkürlich lauſchen, denn es war, als ob


