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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
Entstehung
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Die Petershöhle. 21

man wohl vertrauen möge: da war den armen Flüchtlingen ſo leicht um das Herz, als wenn ſie ſchon aller Gefahr ent⸗ ronnen wären. Der Steinhauer blieb bei ihnen bis nach dem Abendſegen, und ging noch mit dem Prediger und einigen andern Männern tiefer in die Höhle hinein. Der kleine Paul bat ſeinen Vater mitgehen zu dürfen, denn die Geheimniſſe dieſer unterirdiſchen Welt ſchienen ſeine ganze Neugier rege gemacht zu haben. Als ihm der Stein⸗ hauer gar einige verſteinerte Thiere zeigte, die in dem Feuer⸗ ſteine häufig vorkommen, als er einzelne Tropfſtein⸗Gebilde ſah, die wie Eiszapfen von dem Gewölbe niederhingen und beim Fackellichte wie durchſichtig erſchienen, da war die Freude des Knaben überaus groß. Er jubelte laut beim Anblicke dieſer nie geſehenen Dinge. Auch für Clignet war die Wanderung ſehr intereſſant und belehrend, doch fürch⸗ tete er, die Seinigen möchten ſich ängſtigen, und bat nun den Führer wieder umzukehren.

Folget mir nur noch eine kurze Strecke, ehrwürdiger Herr! verſetzte der Steinhauer.Ich möcht' Euch gern den Brunnen, den ſchönſten und merkwürdigſten Punkt der ganzen Höhle, zeigen. Damit führte er ſie noch eine kleine Weile fort, und ſagte dann:Wir ſind am Ziele! Er hieß nun die Fackelträger etwas auseinandertreten, und alle waren überraſcht, als ſie ſich in einer weiten, hochgewölbten Halle ſahen. Einen ſo großen Raum hatten ſie in dieſen Gängen nicht vermuthet. Dem Geiſtlichen kam es vor, als ſei er in eine unterirdiſche Kapelle eingetreten. Nun zeigte ihnen der