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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
Entstehung
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20 Zweites Kapitel.

ſpähen und wo möglich für ferneren Vorrath an Lebensmit⸗ teln zu ſorgen. Gegen Mittag kehrten dieſe auf verſchiedenen Wegen zurück, und brachten alle die niederſchlagende Bot⸗ ſchaft, daß das Land umher noch immer ſehr unſicher ſei. Sie hatten in einem Dorfe beſonders viel von der wilden Rohheit der umherſtreifenden Soldaten gehört. Die Landleute wurden von denſelben auf jegliche Weiſe gedrückt, mißhandelt und beraubt; friedliche Reiſende, beſonders proteſtantiſche Auswanderer, waren von ihnen geplündert, einige ſogar getödtet worden. Daß es unter ſolchen Umſtänden nicht rathſam ſei, weiter zu ziehen, darüber waren alle ſogleich einig. Der einzige Troſt, den die Kundſchafter zurückge⸗ bracht, war der, daß ſie Brod und einige andere Lebens⸗ mittel gekauft hatten. Auch hatten ſie einen einſam wohnen⸗ den Mann gefunden, einen Steinhauer, der die unterirdiſchen Gänge des Peterberges ſehr genau kannte, und ihnen verſprach, nicht nur Lebensmittel in die Petershöhle zu ſchaffen, ſon⸗ dern auch öfters Nachricht zu bringen, wie es in Beziehung auf die Sicherheit oder Unſicherheit der Wege und Straßen ſtehe.

Nicht ohne Unruhe brachten die Verbannten den Tag in dem unterirdiſchen Raume zu, während nur einzelne derſel⸗ ben ſich hinauswagten, um das nöthige Futter für die Pferde und das Holz zur Unterhaltung der Feuer herbeizu⸗ ſchaffen. Als aber gegen Abend der Steinhauer wirklich mit einem wohl gefüllten Sack in die Höhle trat und Clig⸗ net nach einem kurzen Geſpräche mit demſelben ſeiner Ge⸗ meinde erklärte, der Mann ſei ein Glaubensbruder, dem