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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
Entstehung
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Die Petershöhle. 19

Als man nun weit genug vorgedrungen zu ſein glaubte, wurden zwei Männer an den Eingang der Höhle zurück geſchickt, welche genau angeben ſollten, ob man von außen weder den Schein der Fackeln ſehen, noch den Schall der Stimmen oder das Stampfen der Pferde hören könne. Dieſe kamen zurück und erklärten, man könne vor dem Eingange nicht bemerken, daß jemand in der Höhle ſei. Nun fühlten ſich die Flüchtlinge beruhigt, und es war ihnen ſo⸗ gar ordentlich behaglich, da in dieſen Gängen fortwährend eine recht angenehme Wärme herrſcht. Es wurden nun ein⸗ zelne Feuer angezündet und von den mitgenommenen oder unterwegs eingekauften Vorräthen ein gemeinſchaftliches Nachteſſen bereitet. Nach dem Eſſen ſprach der Geiſtliche das Dankgebet und empfahl ſeine kleine Heerde dem Schutze des allmächtigen Gottes. Hierauf wurde für die Nachtruhe geſorgt. Die älteren Frauen und die Kinder bettete man ſo gut als möglich auf die Wagen, die übrigen ſuchten ſich ein nothdürftiges Lager auf dem Boden zu bereiten, oder ſchliefen auf der bloßen Erde. Vier Männer hielten ab⸗ wechſelnd Wache und unterhielten das Feuer. Selbſt Clig⸗ net ließ ſich nicht abhalten, einige Stunden für ſeine Ge⸗ meinde zu wachen. Auch war er zuerſt munter, als er glaubte, der Tag ſei nahe. In Begleitung eines Mannes begab er ſich ſelbſt an den Eingang und ſah dort, daß ſo eben der Morgen zu grauen anfing.

Nachdem die Morgen⸗Andacht abgehalten war, wurden einige Kundſchafter ausgeſchickt, um die Gegend zu durch⸗

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