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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
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Der Auszug. 13

oder drängten ſich zu dem geliebten Manne heran, um ihm die Hand zu reichen.Wir ziehen mit Euch, ſagten die einen, und die andern:Wir werden Euch nachfolgen. Clignet tröſtete und ermuthigte ſie mit Worten der Liebe. Unterdeſſen hatten die vier Träger die alte Cornelia ſammt ihrem Lehnſtuhle auf einen Wagen gehoben, auf welchem ſich Betten und einiges andere unentbehrliche Haus⸗ geräthe befand. Die übrigen Glieder des Hauſes folgten nun dem Wagen und eine große Menſchenmenge ſchloß ſich dem Zuge an, der ſich langſam nach dem Platze vor dem Rathhauſe bewegte. Dort war das Volk in Menge ver⸗ ſammelt. Die verbannten Geiſtlichen hatten nämlich verab⸗ redet, ſich dort zuſammen zu finden, um ſich gemeinſchaftlich beim Magiſtrate zu beurlauben. Clignet begab ſich dann mit mehreren ſeiner Amtsbrüder auf das Stadthaus, wo ſchon andre, namentlich auch die lutheriſchen Prediger, ſich eingefunden hatten. Hier machten nun die ſo ſchwer Ge⸗ mißhandelten ihren gepreßten Herzen Luft und hielten dem Magiſtrate das Unrecht vor, das an ihnen begangen wurde. Sie ſcheuten ſich nicht, ihm zu ſagen, daß man ſie unchriſt⸗ licher Weiſe aufgeopfert, ja daß man die Religion ſelbſt an die Spanier verrathen und verkauft habe. Clignet ermahnte noch den Magiſtrat, wenigſtens die Zurückbleibenden vor Gewaltthaten zu ſchützen, damit ſie ſich nicht noch mehr an den Seelen verſündigten und ihre Schuld vergrößerten. Unten auf der Treppe des Rathhauſes nahmen ſie denn, da ſie verſchiedene Straßen zogen, von einander Abſchied,