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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
Entstehung
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Der Auszug. 11

rade die Worte, welche ſeine blinde Mutter vorhin aus der Bibel angeführt hatte, ſprach von Abrahams Auszug auf Gottes Befehl und machte die Anwendung davon auf die Gegenwart. Er ſprach begeiſtert und wies darauf hin, daß wohl irgendwo noch eine Ruhe vorhanden ſein werde dem Volke Gottes. Nach der Rede betete Clignet warm und innig zu Gott, empfahl ſeine Gemeinde und alle Glau⸗ bensbrüder ſeinem Schutze, ja er betete ſelbſt für die grauſamen Feinde: Herr, behalte ihnen dieſe Sünde nicht! Hierauf ſegnete er die Verſammlung, und nun wurde be⸗ rathen, wie man den Auszug bewerkſtelligen und wohin man ſich zunächſt wenden wolle. Darüber waren alle ſo⸗ gleich einig, daß man nach Deutſchland ziehen müſſe, Frank⸗ furt am Main ſollte die Stadt ſein, die man aufſuchen wolle. Denn irgend ein Sammelpunkt mußte beſtimmt werden, da ja nicht alle augenblicklich mit einander ziehen konnten. Viele brauchten nämlich gar wohl die Monatsfriſt, die ihnen gewährt war, um ihre zeitlichen Angelegenheiten wenigſtens einigermaßen zu ordnen. Indeß verſprach Clig⸗ net, mit ſeinen Amtsbrüdern noch das Nähere zu verabre⸗ den. So ſchied denn die Verſammlung von ihm, zwar mit betrübtem, aber doch mit feſtem, glaubenstreuem Sinne. Er ſelbſt kehrte in das Haus zurück, um ſeiner tief beküm⸗ merten Hausfrau in den Anordnungen beizuſtehen, welche dieſer fluchtähnliche Abzug erforderte.

Am Morgen des zehnten Aprils war ganz Antwerpen in Bewegung. Es war ja der Tag, an welchem alle pro⸗