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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
Entstehung
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10 Erſtes Kapitel.

ſah der Geiſtliche über die troſtloſe Verſammlung hin. Liebe Freunde, ſprach er,die ſchwere Heimſuchung kommt vom Herrn. Mich und meine Amtsbrüder trifft ſie zunächſt. Ich ziehe von dannen, weil es der Herr alſo will. Mit Trauern und Weinen geh' ich von euch.

Er konnte nicht ausreden.Wir ziehen mit Euch! riefen einige Stimmen.Ja, wir ziehen mit Euch! ſcholl es durch die ganze Verſammlung. Hierauf ergriff ein alter angeſehener Mann der Gemeinde das Wort, und ſprach: Ehrwürdiger Herr, glaubet Ihr von uns, daß wir un⸗ ſern Glauben verleugnen oder abſchwören werden? Ihr habt uns oft genug die Worte des Heilandes vorgehalten: Wer verläßt Häuſer, oder Brüder, oder Schweſtern, oder Vater oder Mutter, oder Weib oder Kinder, oder Aeccker um meines Namens willen, der wird es hundertfältig neh⸗ men und das ewige Leben ererben; und wer nicht ſein Kreuz auf ſich nimmt und folget mir nach, der iſt meiner nicht werth. Wir haben das nicht vergeſſen und wollen es nicht vergeſſen, ich wenigſtens nicht, ſo war mir Gott helfe!

Wir auch nicht! riefen Alle.Wir ziehen mit Euch!

Clignet war tief ergriffen. Mit einem Blicke des Dankes ſah er gen Himmel, und dann wieder auf die Verſammlung, welche inzwiſchen ſich ſo vermehrt hatte, daß der ganze, ge⸗ räumige Hof mit Menſchen angefüllt war. Und als ſtünde er auf ſeiner lieben Kanzel, ſo begann er nun von der Treppe herab zu ſeinen Gemeindegliedern zu reden. Er nahm ge⸗