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Glaubenstreue oder die Wallonen in der Pfalz : Erzählung / von Friedrich Blaul
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Der Auszug. 9

und Feuerſäule bleibt, ſo gehen wir ſicher auch durch Meer und Wüſte. Laß uns nicht kleinmüthig werden. Denke du jetzt ſogleich an unſern Auszug, mich ruft die Pflicht zu meiner Gemeinde. Ich will ſehen, was ſie thun wird. Mutter, fuhr er zu Cornelia gewendet fort: wohin aber werden wir uns wenden?

Vielleicht iſt drüben im deutſchen Lande noch eine ir⸗ diſche Ruhe vorhanden dem Volke Gottes, antwortete Cor⸗ nelia.

Du haſt Recht, liebe Mutter! ſagte Clignet, redete dann noch einmal ſeinem Weibe muthig, freundlich und troſtreich zu, und eilte hinaus.

Unten im Hofe kam ihm ſchon eine große Schaar ſeiner Gemeindeglieder entgegen. Die meiſten weinten und klag⸗ ten laut, alle waren auf's äußerſte beſtürzt. Hier erfuhr Clignet den ganzen Inhalt des Vertrages, welchen der Rath eingegangen hatte. Der evangeliſche Gottesdienſt ſollte ganz aufgehoben, alle evangeliſchen Prediger verbannt werden. Wer nicht zur römiſch⸗katholiſchen Kirche zurück⸗ kehren wolle, ſollte einen Monat Zeit haben, ſein Vermö⸗ gen in Geld zu verwandeln und ſeine Perſon in Sicherheit zu bringen. Nur die Prediger mußten binnen vierundzwan⸗ zig Stunden außer Landes ſein.

Clignet ſtand noch auf der Treppe, ie in den Hof hin⸗ abführte. Aller Augen waren auf den geliebten Seelſorger gerichtet. Mit jener Ruhe, die das Wort der Schrift aus dem Munde ſeiner verehrten Mutter noch befeſtigt hatte,