Bald darauf kehrte er zurück, öffnete beide Thüren zum Salon, was ſonſt nur vornehmen Perſonen paſſirte, und bat den Herrn, einzutreten. Armand ſah ſich in einem großen Salon, mit den Büſten von Regenten, Staatsmännern und Kriegern alter Zeiten geſchmückt; zwiſchen dieſen ſteinernen Figuren entdeckte er ein lebendiges Geſicht, das weiß und unbeweglich wie der Marmor war und der Kammerjungfer der Marquiſe gehörte.
— Ich ſoll den Herrn einführen, begann ſie mit zitternder Stimme, zum Bedienten zugewandt; dieſer entfernte ſich nach einer tiefen Verbeugung vor dem verkleideten Prinzen, Deniſe aber ſtürzte ſich auf den jungen Mann.
— Um des Himmels willen, weshalb kommen Sie hierher? rief ſie angſtvoll.
— Um mit der Marquiſe zu ſprechen.
— Sie kommen, um mich zu verrathen! Großer Gott!
— Daran habe ich nicht gedacht!
— Um ihr zu ſagen, daß ich Sie beſucht, um ihr wieder zu erzählen, was ich Ihnen geſagt!
— Haben Sie ſonſt nichts zu fürchten, ſo ſein Sie unbeſorgt, Mademviſelle!


