Teil eines Werkes 
1 (1859) Armand
Entstehung
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— Kann ich mich darauf verlaſſen? Werden Sie mich nicht unglücklich machen?

Sein Sie überzeugt, daß ich nicht ſo un⸗ verſöhnlich bin wie Sie, Deniſe!

— Aber was wollen Sie denn bei der Marquiſe? fragte ſie, noch immer verzweifelt.

— Bauen Sie auf mein Verſprechen, das ich nie⸗ mals breche!

— So kommen Sie; ich werde Sie zur Marquiſe führen! Aber ich bleibe vor der Thür und höre, was Sie ſprechen! Brechen Sie ihr Wort, ſo verlaſſe ich augenblicklich dies Haus und ſtürze mich in die Seine!

— Für einen ſo ſchönen Raub ſoll mir die Seine nie zu danken haben! antwortete Armand lächelnd.

Im nächſten Augenblick befand ſich Armand in demſelben Zimmer, in welchem er ſchon einmal ge⸗ weſen. Die Marquiſe, in einem Morgengewand von hellgelbem Taffet, hatte, halb liegend, dieſelbe Stellung inne wie damals; vermuthlich war es ſo ihre Manier, zu empfangen. Armand hingegen war heute ſehr ge⸗ faßt, denn er hatte ja keine Binde vor den Augen.

— Sie wünſchten mich zu ſprechen! begann die Marquiſe, ohne ihn zum Sitzen aufzufordern.

— Ja, Madame!

— Was wünſchen Sie?