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— Welche Gemeinheit! rief Armand in brauſender Heftigkeit aus.
Deniſe ſtarrte den unartigſten aller Cavaliere an.
— Und daß er mich als ſolcher ein Jahr hindurch jeden Abend beſucht habe, fuhr ſie fort.
— Das iſt niederträchtig! rief Armand in blinder Wuth.
Deniſe erbleichte. Niederträchtig alſo wäre es von einem ſimplen Arbeiter, der Geliebte der Kammerjungfer einer Marquiſe zu ſein, die ſelbſt ohne Hilfe der frei— herrlichen Garderobe und Schminktöpfe auf allen Pariſer Bällen Furore gemacht haben würde!
— Verſtehen Sie mich recht, gute Deniſe, beeilte ſich Armand hinzu zu ſetzen, da er den ganzen Umfang ſeiner Unart einſah. Sie, mit Ihrem unbefleckten Ruf, ſollten ſich ſelbſt einen Liebhaber anlügen, der Sie jeden Abend beſucht!
Dies verbeſſerte die Sache keineswegs. Ein Mädchen von Deniſe's Reizen ſollte ſich erſt einen Liebhaber an⸗ lügén müſſen? Es war ſchon eine Unart zu behaupten, daß ſie keinen ſolchen habe, denn nur die Häßlichen prauchen ſich Liebes⸗Abenteuer zu erdichten, um die Velt von ihrer Schönheit zu überzeugen.
— Wer möchte nicht gern von Ihnen geliebt ſein! ſagte Armand, der endlich fand, daß er ſehr viel gut


