Teil eines Werkes 
1 (1859) Armand
Entstehung
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Marquiſe bereits heimlich vermählt ſeien. Darauf hätten Sie dieſen Brief, den Sie bei ihr gefunden haben wollten, dem Fräulein Adelaide überbracht, um ſie dadurch mit dem Herzog zu entzweien.... Alles das iſt nur eine Lüge der Marquiſe, um ſich aus der Schlinge zu ziehen; ich kenne ſie!

— Eine teufliſche Lüge! murmelte Armand, mit ſprühenden Augen auf- und niederſchreitend; man ſollte nicht denken, daß ein vernünftiger Menſch darin Glauben ſetzen könne! fuhr er ruhiger fort.

— Dafür hat man bereits geſorgt, rief Deniſe; man hat Ihnen bereits Netze gelegt, ſetzte ſie hinzu, ihre hingebeugte Stellung wieder annehmend; und das ſtärkſte Netz ſollte die arme Deniſe ſein. Doch ſeien Sie unbeſorgt, geliebter Freund; Deniſe will Sie viel⸗ leicht fangen, Sie Böſer, aber nicht verderben!

— Ich verſtehe von all Dem kein Wort! rief der verſtockte Armand. Erklären Sie mir um des Himmels willen, was ſollen dieſe Netze?

— Die Marquiſe verſprach mir eine ſehr bedeutende Summe, wenn ich mich ſogleich zu Fräulein Geronniere begebe und ihr ſage...

— Was denn?

— Daß Armand Cambon mein Liebhaber geweſen.

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