gewahrt, entdeckte, daß ihre Haut ſo klar war wie der reinſte Schnee.
Monſieur Cambon konnte den barbariſchen Namen Ahlgren nicht gut ausſprechen, deſto ſchöner fand er den Namen Cambon, und er gab ihr den ſeinigen.— Aber des ſeligen Sattlermeiſters Schatten ſuchte ver— gebens nach Kränzen auf ſeinem Grabe in Gothen⸗ burg; er beſchloß, eins ſeiner Kinder zu ſich zu rufen, um Rechenſchaft zu fordern, und da Marie ſtets ſein Augapfel geweſen, ſo wählte er ſie. Nach fünfjähriger glücklicher Ehe entſchlief Marie Cambon in ihres Gatten Armen, den letzten Blick auf einen vier Jahre alten Sohn gerichtet, der mit einem Cherubsgeſicht um das Bett hüpfte und nicht begreifen konnte, warum die Mutter ſo lange ſchlafe, oder warum der Vater über ihren geſunden Schlaf ſo betrübt ſei.
Dieſer Sohn hieß Armand, und wenn Madame Lambert den Namen dieſes ihres Neffen nannte, ſtrahlte ihr Blick von Stolz, denn Armand, obwohl nur ihr Neffe, war ihr Held, ihr Abgott. Sie erzählte mir, wie Armand Cambon während der Februartage 1848 an der Spitze der Volkshaufen mehrere Barrikaden vertheidigt, und endlich Ludwig Philipps tapfere und treue Municipalgarde aus dem Hötel de Ville ver⸗ trieben, das er nachher einnahm und beſetzte— und
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