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Ihre Schweſter, Marie Ahlgren, beſaß eine große Geſchicklichkeit, Metall zu poliren, denn ihres Vaters Schnallen an den Geſchirren hatten ſtets großes Auf⸗ ſehen gemacht, und würden ihm Unſterblichkeit ver⸗ ſchafft haben, wenn es für Sattler überhaupt eine ſolche gäbe. Marie ſetzte ihre Kunſt in Paris fort und be⸗ kam viel zu thun, namentlich aber in einer mechani⸗ ſchen Fabrik im ſüdlichen Theile der Stadt. In der⸗ ſelben lebte ein Werkmeiſter, Monſieur Cambon, ein Mann von edler Haltung und martialiſcher Geſtalt. Mamſell Marie mit ihrem warmen, offenen Sinn für alles Schöne, ſei es nun in Metall- oder andern Sachen, konnte dem ſchönen jungen Werkmeiſter nie begegnen, ohne über das ganze Geſicht zu erröthen. Der Werkmeiſter hatte ſeinerſeits auch nichts gegen blaue Augen und blonde Haare einzuwenden, die im Süden ſehr geſucht ſind; aber er konnte eine Geſichts⸗ farbe, die ſo päonienroth war, doch nicht goutiren,
denn er meinte anfangs, Mamſell Mariens Haut ſei
von Natur ſo roth, dieſe unglückliche Geſichtsfarbe ſei eine National⸗Eigenthümlichkeit in dem kalten Bären⸗ lande, aus dem das blauäugige Mädchen gekommen, und bedauerte dieſen Naturfehler ſehr. Wie groß war aber ſeine Ueberraſchung, als er bei einer ſchönen Ge⸗ legenheit, wo er Marie betrachtete, ohne daß ſie ihn


