Teil eines Werkes 
1 (1859) Armand
Entstehung
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kenntniſſe beſitzt und Clavier ſpielt, noch ſchwerer aber, einigermaßen anſtändig ſich zu verheirathen, wenn man nur 40 Thaler Renten hat; am allerſchwerſten jedoch iſt es, ehrbar und was man anſtändig nennt zu leben, wenn man dabei ein hübſches Geſicht und einen vor⸗ theilhaften Wuchs beſitzt.

Die Ahlgren'ſchen Töchter waren ganz hübſch, aber auch verſtändig und entſchloſſen. Sie hatten zufällig einenReiſeeindruck in die Hände bekommen und darin geleſen, daß junge Damen ſich in Frankreich, mit oder ohne Vermögen, leicht verheirathen können, wenn auch nicht mit Landsleuten, doch mit Franzoſen, die ja auch nicht zu verachten ſind. Dies gefiel ihnen, und ſie beſchloſſen alſo, nach Paris zu reiſen. Sie ließen ſich für mündig erklären, kauften ſich ein Die⸗ tionnaire und begaben ſich von dannen.

Endlich hatten ſie in Paris auch Condition ge⸗ funden. Die Aeltere, gegenwärtig Madame Lambert, die von ihrem ſeligen Vater Fußſäcke machen und Wagenkiſſen ſtopfen gelernt hatte, zog mit ihren blauen Augen und dem hellen Haar die Aufmerkſamkeit eines 8 Schneiders auf ſich; dieſer heirathete ſie und ging mit ſeiner Frau, geb. Ahlgren, nach Lyon, einer kleinen Stadt in Frankreich mit etwa 205,962 Einwohnern.

Sie hatten hier viel zu thun und lebten glücklich.