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Die Gefahren der Wildniß : eine Erzählung für die reifere Jugend / nach d. Engl. des Dr. Bird bearb. von Franz Hoffmann
Entstehung
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gen Quäker ſeine Hand entgegenſtreckte, Euch verdanken wir Leben, Vermögen, Alles, und nie werden wir dieß vergeſſen! Aber wie kommt es, Nathan, fügte er lächelnd hizu, als er des Bündel Skalpe gewahrte, welches der Quäker noch immer in der Hand trug,wie kommt es, daß Ihr die Beweiſe Eurer Tapferkeit ſo offen zeigt? das war doch früher Eure Gewohnheit nicht!

»Freund, ſagte Nathan, einen verſtörten Blick erſt auf die Skalpe und dann auf Roland werfend,du ſiehſt hier Locken, die einſt die Häupter meiner Kinder ſchmückten. Und hier iſt, ſetzte er hinzu, und zeigte mit unverhehltem Triumphe auf den Skalp Wenonga's,hier iſt der Skalp deſſen, der ſie mordete! Aber genug, Freund! du kennſt meine Geſchichte und wirſt mich nicht tadeln! Doch habe ich dir noch etwas zu ſagen, was dich beſonders angeht. Es gibt ein Teſtament deines verſtorbenen Oheims, welches dir und deiner Schweſter

Ganz recht, Nathan, unterbrach ihn Roland, indem er das Dokument hervorzog.Hier iſt es! Es macht mich zu einem reichen Manne, und Ihr, Nathan, ſollt der Erſte ſein, der die Glücksgüter mit mir theilt. Ihr müßt dieß wilde Leben an der Gränze aufgeben, und mit mir nach Virginien gehen!

Ich, Freund? rief Nathan mit einem traurigen Blicke aus,nein, wahrlich, das Schickſal hat mich an die Wälder angewieſen, und in ihnen will ich leben und ſterben. Ich finde dort, was ich bedarf, Nahrung und Kleidung, und mehr verlange ich nicht. Doch um Eine Gunſt mögte ich dich wohl bitten, die du mir gewähren könnteſt.

5 Nathan, ſie iſt im Voraus gewährt, ſagte Roland chnell.

Nun, Freund, murmelte Nathan, und warf einen flehen⸗ den Blick auf Roland,ſo bitte ich dich, rede nie von dem, was du mich in den Wäldern thun ſaheſt.

Roland verſprach es, und Nathan wollte ſich darauf entfernen. Editha hielt ihn aber zurück, indem ſie ſagte:

Komm mit uns, guter Nathan! Komm mit in unſer Haus! Dort wird Niemand dich ſchmähen, oder dir deinen Glauben vor⸗ werfen, was du am meiſten zu fürchten ſcheinſt.

Wahrlich, du biſt eine gute Jungfran, erwiederte Nathan mit einem dankbaren Blicke.Aber folgen kann ich dir nicht, denn ich habe keine Heimath mehr auf dieſer Erde. Niemand iſt mir geblieben, der mich mit Lachen und Freude empfinge, Niemand,

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