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Die Gefahren der Wildniß : eine Erzählung für die reifere Jugend / nach d. Engl. des Dr. Bird bearb. von Franz Hoffmann
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um mich bei der Heimkehr aus dem Felde oder Forſte mit der Stimme der Liebe zu bewillkommnen, nein, wahrlich, Niemand, Riemand! Darum ſoll mein Aufenthalt die Wildniß ſein, wo der. Aunblick fremder Haͤuslichkeit mich nicht an mein Elend erinnert. Und als Nathan dieſe Worte ſprach, zitterte ſeine Stimme, bebten ſeine Lippen, und ſein ganzes Antlitz verrieth den tiefen Schmerz einer einſamen, träumenden Seele. Schweigend gingsger von dannen, und verſchwand im nächſten Dickicht. Roland hoffte ihn ſpäter auf der Station Bruce's wieder zu finden. Aber Nathan kam nicht, und niemals erblickte Roland wieder ſein treues und ehrliches Antlitz. Nathan verließ den Wald nicht mehr; er begrub ſich und ſeinen Schmerz in die tiefſte Einſamkeit deſſelben, und kein Menſch hat wieder eine Nachricht von ihm vernommen.

Roland verweilte noch einige Wochen als Gaſt in der Station des Oberſt Bruce, und verließ ſie erſt, als er Telie, welche es vorzog, in der Familie des Oberſten zu bleiben, reichlich beſchenkt hatte. Auch Ralph Stackpole und Pardon Fertig fanden Gelegen⸗ heit, ſeine Großmuth zu bewundern, indem er ihnen beiden Lände⸗ reien zum Geſchenk machte, welche ihnen ein ſorgenloſes und glück⸗ liches Leben ſicherten. In ſpäteren Jahren vernahm Roland, daß Telie die Frau Richard Bruce's geworden ſei, und daß Ralph Stackpole, welcher nie in ſeinen alten Fehler, Pferde zu ſtehlen,

zurückverfiel, ſo wie Pardon Fertig ſich den Ruf als achtungs⸗ werthe und wohlhabende Männer errungen hatten.

Er ſelbſt genoß mit Editha die Gaben des Glückes, welche ihnen der Himmel beſchieden hatte, in vollkommener Zufriedenheit, und nur der Gedanke an Nathan, der ihm ſo treulich in der Ge⸗ fahr beigeſtanden und dem er ſo gern alle ſeine Theilnahme ver⸗ golten hätte, trübte zuweilen den wolkenloſen Himmel ſeines Lebens, der fernerhin von keinerlei Stürmen mehr bedrohet wurde.