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ihrem Opfer verſcheuchte. Die Ueberraſchung hielt die tödtlichen Streiche zurück, und Doe benutzte die Pauſe, um ſich aufzuraffen und davon zu eilen. Aber nach wenigen Schritten ſchon ſtürzte er wieder zuſammen.
Die zürnenden Kentuckier ſtürzten von Neuem auf ihre Beute los. Roland aber kam ihnen zuvor und ſtellte ſich vor den ver⸗ wundeten Mann. Zu gleicher Zeit eilte Bruce herbei, faßte die halb wahnſinnige Tochter Doe's in ſeine Arme, und rief mit ſeiner Donnerſtimme:„Fort, ihr abſcheulichen Beſtien! Wollt Ihr den Mann vor den Augen ſeiner leiblichen Tochter ermorden? Tödtet Indianer, Ihr Unmenſchen! Das wird ſich beſſer für Euch ſchicken!“
Die Männer kamen zur Beſinnung, brachten dem Oberſten ein lautes Hurrah, und eilten dann von hinnen, um andere Gegen⸗ ſtande ihrer Feindſchaft aufzuſuchen. Aber es war nicht ſo ganz gewiß, ob ſie deren noch finden würden, denn in den Siegesruf der weißen Männer miſchte ſich nur noch wenig das Geſchrei der überall beſiegten indianiſchen Krieger.
Mittlerweile hatte Roland verſucht, den verwundeten Abel Doe wieder auf die Beine zu bringen, aber es war umſonſt, ob⸗ gleich der Unglückliche ſelbſt ſeine Bemühungen unterſtützte. Der⸗ ſelbe erhob noch immer ſeine Hände, wie um die Streiche der er⸗ barmungsloſen Feinde abzuwenden, und dazu ertönte ſein wilder
Ruf:„Es iſt nichts! Es iſt mir nur um das Mädchen! Mordet
einen Vater nicht vor den Augen ſeines eigenen Kindes!“
„Fürchtet nichts, Ihr ſeid in Sicherheit!“ rief Roland ihm zu, während im nämlichen Augenblicke Telie in ihres Vaters Arme ſturzte und mit herzergreifender Stimme ſchrie:„Sie ſind fort, Vater! Steht auf, ſie werden Euch nichts mehr thun; der gute Capitain hat Euch gerettet, Vater!“
„Der Capitain?“ fragte Doe, und machte einen neuen Ver⸗ ſuch, ſich zu erheben.„Iſt es der Capitain? Die Hunde haben Euch alſo nicht ermordet? Nun, das freut mich, Capitain, und gewiß, ich werde leichter ſterben, da ich es weiß! Und das Mäd⸗ chen, Editha, ſie iſt auch gerettet? Dem Himmel ſei Dank! Jetzt iſt Alles gut, Capitain. Sagt mir nur, wo iſt Dick? Richard Braxyley, meine ich! Ihr habt ihn doch nicht getödtet?“
„Denkt nicht an ihn, Mann,“ erwiederte Roland.„Ich weiß nichts von ihm.“
„Ach, Capitain,“ rief Doe aus,—„ich bin ein ſterbender Mann, und ich wußte, daß dieſes das Ende ſein würde. Wenn


