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Schlacht ihre blutigen Wellen wieder über den Hauptplatz des Dorfes ſpritzte.
„Das iſt jetzt keine Zeit zum Weinen,“ ſagte Oberſt Bruce, als er den Leichnam des in ſeinen Armen verſchiedenen Sohnes ſanft auf dem Boden legte.
„Er ſtarb wie ein Mann, und das iſt das Ende vom Liede. Auf, Richard, und ſchütze die junge Dame. Es gibt noch mehr
für uns zu thun.— Schließt Euch um die Dame!“ wiederholte
der Oberſt, indem eine plötzliche Bewegung in der Maſſe der Kämpfenden erfolgte. Ein Dutzend oder mehr indianiſcher Krieger ergriffen nämlich voll Beſtürzung die Flucht, verfolgt von einer dreifachen Anzahl weißer Männer, welche Alle gerade auf den Platz zuritten, wo der Oberſt Bruce noch mit ſeiner Umgebung ſtand.
„Ich bin der Mann für ſie!“ ſchrie Pardon Fertig, und ſchoß ſeine geladene Flinte auf den vorderſten Indianer ab, welcher ſo⸗ gleich todt zu Boden ſtürzte. Dieſe That wendete ſogleich alle Gefahr ab; denn die Wilden, eingeſchüchtert durch den Fall ihres Füh⸗ rers und durch die Entdeckung, daß ſie auch vor ſich noch Feinde hatten, warfen ſich ſeitwärts und wurden ſogleich von einer über⸗ legenen Anzahl Kentuckier verfolgt.
Während dieß geſchah, ereignete ſich ein Schauſpiel, welches wohl dazu dienen konnte, der Gruppe am Pfahle Mitleid und Schrecken einzuflößen. Der Wilde, welchen Pardon Fertig erſchoſſen hatte, wurde unverzüglich von einem der Verfolger ſtalpirt, indeß fünf oder ſechs ſeiner Kameraden auf einen zweiten Mann los⸗ ſtürzten, und ihn wüthend mit Meſſer und Aeyten angriffen, wäh⸗ rend der Unglückliche mit aufgehobenen Armen vergeblich um Gnade flehte. Und als ob dieſes Schauſpiel nicht an und für ſich ſchon entſetzlich genug wäre, ſah man eine zarte Mädchengeſtalt zur Seite des Angegriffenen kämpfen, welche, von Schrecken erg rif⸗ und ohne Unterlaß ein herzzerreißendes Geſchrei ausſtieß.
„Um Gottes willen, es iſt Telie Doe!“ rief Roland aus, in⸗ dem er mit Blitzesſchnelle zu ihrem Beiſtande hinwegeilte. Faſt eben ſo ſchnell folgte ihm der Oberſt Bruce, der ebenfalls Telie erkannte, und aus dem Geſchrei der Angreifenden abnahm, daß es ihr Vater war, welcher unter den hageldicht fallenden Streichen ſeiner Feinde dem Tode entgegen ging.
„Halt, Freunde! Halt!“ ſchrie Roland, welcher mitten unter die Kämpfenden ſprang, und ſie für einen Augenblick wirklich von
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