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befeſtigt waren, hing von ſeinem Gürtel nieder, und in ſeiner rech⸗ ten Hand ſchimmerte hoch geſchwungen die ſtählerne Streitayt, welche früher ſo oft in Wenonga's Fauſt gedräuet hatte.
Der Wilde, welcher eben den tödtlichen Streich auf Roland führen wollte, wich, von Entſetzen gepackt, zurück, und wandte ſich mit dem lauten Geheul:„Der Dſhibbenönoſeh! der Dſhibbenönoſeh!“ zur Flucht. Auch die Krieger, welche ihm folgten, hielten nicht Stand, beſonders als Nathan, der vermeint⸗ liche Teufel, auf den fliehenden Anführer der Truppe zuſtürzte, und ihm mit einem einzigen Hiebe des Tomahawk das Haupt zerſchmet⸗ terte. In demſelben Augenblicke jagte die Reiterſchaar mit Hurrah⸗ geſchrei heran. Ein Theil von ihnen ſetzte den flüͤchtigen Wilden nach, während die Uebrigen vom Pferde ſprangen, um die Gefan⸗ genen von ihren Banden zu befreien. Dieſer Dienſt war jedoch, wenigſtens dem Capitain Forreſter, bereits geleiſtet worden. We⸗ nonga's Ayt, von Blute triefend, zerſchnitt die Riemen mit einem einzigen Hiebe, und dann ergriff Nathan Rolands Hand, preßte ſie mit einem feurigen Drucke, und rief jauchzend vor Freude: „Siehſt du, Freund? du glaubteſt, ich hätte dich verlaſſen! Aber wahrlich, wahrlich, du haſt dich geirrt!“
„Ein Hurrah dem alten blurigen Nathan!“ rief eine andere Stimme, in welcher Roland die des jungen Tom Bruce erkannte.
„Hurrah, hoch Kentucky!“ ſchrie jetzt der Oberſt Bruce, dicht vei Roland vom Pferde ſpringend, und mit derber Herzlichkeit ſeine Hand ſchüttelnd.„Da ſind wir, Capitain, und haben Euch aus dem Rachen des Todes erlöst! Schwuren, Euch zu befreien, oder zu ſterben, trommelten ein Heer von ein tauſend und mehr Mann zuſammen, marſchirten im doppelten Geſchwindſchritt hier⸗ her, trafen den blutigen Nathan in den Wäldern, erzählte uns Eure Noth, und Hurrah, da ſind wir und haben die Kreaturen auf's Haupt geſchlagen!“
Mit dieſen haſtigen Worten erklärte der Oberſt das Räthſel ſeiner beglückenden Ankunft; aber Roland, ganz verwirrt und be⸗ täubt von dem ſchnellen und plötzlichen Wechſel ſeines Schickſals, verſtand von ſeiner Rede kein Wort. Das Getümmel des Kampfes,
das Krachen der Büchſen, das Geheul der Indianer, das Kriegs⸗
geſchrei der Weißen, was Alles noch fortdauerte, verſchlang ohne⸗ hin noch einen Theil der Worte, ſo daß Roland kaum zu ſich ſelbſt fommen konnte. Der erſte Gedanke, welchen er zu faſſen vermogte, war der Gedanke an Edith und ihr Schickſal. Eben wollte er nach


