die Fuͤgungen des Himmels;—„aber die
Entehrung— ha, entſetzlich! meine Perſon ent⸗
weiht von unreinen verbrecheriſchen Händen!.
Dieſer Gedanke erfuͤllte ihre Seele mit Schaudern und Entſetzen. Sié malte das Jammerbild noch weiter aus; auch ihre ange⸗ betete Mutter, die noch in der vollen Bluͤthe der Schönheit ſtand, ſah ſie blutig und ent⸗ kleidet im Innern eines abſcheulichen Mord⸗ kellers; alle dieſe Vorſtellungen verſetzten natuͤr⸗ licherweiſe das arme Kind in einen Zuſtand der fuͤrchterlichſten Todesangſt, der ſo weit ging, daß ſie einen ſchmerzhaften Schrei aus⸗ ſtieß, als ſie die Hände ihrer Mutter beruͤhrte und dieſelben ſehr kalt fand, weil ſie ſich ein⸗ bildete, dieſe Haͤnde waͤren ſchon mit dem edeln Blute befeuchtet, das ihrer kindlichen Liebe ſo theuer war.
Langſam wie ein Leichenwagen ging indeß die Kutſche vorwärts, und die Schauer der
Furcht wurden durch dieſen Schneckengang nur
noch vermehrt. Die Lady bemerkte zuerſt, trotz der Dunkelheit, einen Menſchen, welcher in einer gebuͤckten Stellung mit einer kurzen Flinte bewaffnet, hinter einem Baumſtamme herpor⸗
kam und ſich mit einem andern, ebenfalls hin⸗
ter einem Baume lauernden Keri zu verabteden ſchien; bei dieſer Entdeckung Lonnte ſie ſich


