Teil eines Werkes 
2. Bd. (1821)
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greift unſern Oberſten, der nun, den Degen

in der Hand, allein daſtand, und nur mit der groͤßten Anſtrengung gelangt er wieder zum Gitterthor, und in ſeiner Wohnung zuruͤck.

Lermes wird wieder zu Rathe gezogen, aber immer noch macht er den Ungläubigen, und antwortet auf alle Fragen und Mitthei⸗ lungen nur durch ein hoͤhniſches Laͤcheln, indem er verſpricht, in Zukunft den Oberſten auf

ſeinen naͤchtlichen Gängen zu begleiten; und

wirklich bei der naͤchſten Zuſammenkunft hat

der Zauber aufgehoͤrt, die Liebe ſiegt; ſelbſt

der Himmel iſt heiter, ein balſamiſcher Duft ſteigt auf aus allen Pflanzen des Gartens und die ganze Natur ſcheint mit den Ergießungen zaͤrtlicher Herzen zu ſympathiſiren.

Nicht verſtanden wurden demnach von den beiden Liebenden in ihrer verbrecheriſchen Ver⸗ ſtocktheit, die Warnungen des Himmels, mögen ſie nun in der Wirklichkeit oder bloß in ihrer ſchuldbewußten Einbildungskraft exiſtirt haben.

Ohne weitere Bedenklichkeiten uͤberlaſſen ſie ſich

ihren gegenſeitigen Aufwallungen; ein weicher Raſenplatz iſt der Sitz der verbrecheriſchen Liebe, eine Buche bildet das Dach des Brautgemachs; das Wehen zaͤrtlicher Zephiren ſtreut von Zeit zu Zeit einen Regen von Blumen und Roſen⸗ blattern auf das gluͤckliche Paar, und der Halb⸗

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