Teil eines Werkes 
2. Bd. (1821)
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eilt Durvina fort wie ein Pfeil, ein entbloͤßtes Schwert unter ſeinem Rocke tragend, entſchloſſen alles ſeiner Leidenſchaft aufzuopfern, ſelbſt wenn der blutige Schatten, welcher ſeine Unterneh⸗ mung ſchon einmal vereitelte, ihm von neuem in den Weg träte.— Aber ſiehe, als er die zitternde Hand an die eiſernen Gitterſtäbe legt, findet er ſie gluͤhend, und ſtrahlende Funken fahren bei der Beruͤhrung daraus hervor, welche ihm, wie Irrwiſche, vor den Augen herum flattern. Er weiß nicht, was er von dieſer Erſcheinung denken ſoll; denn irgend ein Kunſtſtuͤckchen aus der natuͤrlichen Magie ſeines Lermes kann es wohl nicht ſeyn; Zorn und Furcht bewegen abwechſelnd ſein Gemuͤth, und endlich verſucht er zum drittenmal mit ſeiner ganzen Kraft die Stangen wegzureißen. Jetzt gelingt es ihm zwar, aber heftige Brand⸗ ſchmerzen machen ſich in ſeinen Haͤnden fuͤhlbar.

Palmira, welche die Stunde genau be⸗ merkt hatte, war ſchon in der Galleriez aber im Augenblicke, als Durvina ſie gewahr wird, und ſich in die Arme ſturzen will, erſcheint der blutige Schatten, und haͤlt ihnen, ſich mit drohenden Geberden zwiſchen ſie hinſtellend, die Lilie und das Kreuz entgegen Palmira entſetzt ſich, ſtoͤßt einen durchdringenden Schrei aus, und entſchluͤpft mit der Schnelligkeit eines Blitzes in ihre Zelle. Ein kalter Schauer er⸗