Teil eines Werkes 
2. Bd. (1821)
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3 4 als die Geburt einer aufgeregten Einbildungs⸗

kraft.„Sie muͤſſen ſich,“ bemerkt' er,„nicht durch kindiſche Gaukeleien, durch aberglaͤubi⸗

ſche Einbildungen abſchrecken laſſen; und da ſie

nun einmal nicht ohne die ſchoͤne Palmira gluͤck⸗ lich ſeyn koͤnnen, ſo muß Ihr einziger Zweck

dahin gehen, ſie zu beſitzen und zu entfuͤhren.“

68 ſuchte der rohe Lermes, der nur ſeinen

Vortheil beruͤckſichtigte, durch verfuͤhreriſche Scheingruͤnde der Unentſchloſſenheit Durvina's

zu Huͤlfe zu kommen. Zufolge dieſer Unterre⸗ dung wurde beſchloſſen, daß eine zweite Hrange auf den Balcon geworfen, und darin, neben

den Verſicherungen der heftigſten Liebe, die

Bitte um ein mitternaͤchtliches Rendezvous ent⸗ halten ſeyn ſollte, um ſich uͤber die Vist

einer Entſühtung zu berathen.

Als Palmira dieſe Sendung i hatte,

regte ſich ihr Gewiſſen mehr als jemals; aber

ihr ungluͤckliches Geſchick trieb ſie unaufhaltſam zur Verletzung ihrer Geluͤbde; ſie antwortete demnach durch daſſelbe Kunſtmittel der Mitthei⸗

lung, und unſer Oberſter, der immer um die

Mauern des Kloſters herumſchlich, erhielt die günſtige Antwort mit freudigem Suise

hat die Thurmuhr der Cathedral⸗

kirche eilf Uhr und drei Viertel ausgetont, ſo