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während der Nacht entzwei geſaͤget, ſo daß man ſie unbemerkt wegnehmen und wieder einſetzen konnte; ſchon hatte der verwegne Durvina, ebenfalls bei Nachts, die ganze Gallerie durch⸗ laufen, welche zu den Zellen der Nonnen fuͤhrt, und die Unſchuld Palmirens liegt in ſeiner Hand, denn es gelang ihm, ihre Zelle an den Anfangsbuchſtaben ihres Namens zu erkennen.
Einſt war er ſelbſt entſchloſſen, in der Trunkenheit ſeiner Liebe alle Schaam bei Seite ſetzend, ſich in das Kaͤmmerlein ſeiner Geliebten zu ſchleichen, um ihre nackenden Reize in ſeine Arme ſchließen, als ein Fantom, eingehuͤllt in ein bluttriefendes Faltengewand, in der Hand die Symbole der Religion und der Keuſchheit, ein Kreuz und eine Lilie haltend, ihm entgegen trat und den Frevelnden, der uͤber den furcht⸗
baren Anblick erſchrack, zuruͤck hielt; das
Geſpenſt aber zog vor ſeinen Augen mit einem entblößten Schwerte, eine blutige Furche von Palmira's Zelle bis zur Gitterthuͤr, und zeich⸗ nete ihm ſo ſeine Pflicht und den Ruͤckweg vor⸗
Durvina zog ſich bei dieſem Anblick mit Entſetzen zuruͤck, und theilte am folgenden Mor⸗ gen ſeinem Vertrauten Lermes die Kunde von dem Wunder mit, welches in der vergangenen Nacht ſeinen Zweck vereitelt hatte; allein dieſer vehandelte dieſe Erſcheinung als eine Chimaͤre,
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