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zum Schauplatz dieſes Verbrechens das Heilig⸗ thum des himmliſchen Kreuzes aus, und fuͤhlt nichts bei dieſer Entweihung.
Auch Palmira ihrerſeits hat alle laͤſtigen Feſſeln ihres heiligen Berufs abgeworfen; der
Schein keuſcher Sitte giebt ſich nur in ihrem
Gewande kund, waͤhrend die heftigſte Liebe in ihrem Buſen, in ihren Augen brennt. Stets beſchaͤftiget mit ihrem theuern Durvina, denkt
ſie ſelbſt bei ihren gottesdienſtlichen Uebungen
auf Mittel, ihn zu ſehen, ſich mit ihm zu ver⸗ einigen, ſollte es auch auf Koſten ihres Lebens geſchehen. Wenn die erſten Srahlen der Mor⸗ genroͤthe ſie aus dem Schlummer wecken, iſt iht erſter Gedanke an den Geliebten gerichtet, und die Nacht malt eine lange Reihe von wollüͤſtigen Bildern, welche die Schwaͤrmereien des Abends mit den Entwuͤrfen des Morgens verbinden. Die kleinſten günſtigen Umſtände mit Geſchicklichkeit benutzend, fliegt ſie haͤufig auf den Balcon, um irgendwo neue Spuren von dem Idole ihres Herzens zu entdecken, und traurig ſchleicht ſie zuruͤck, wenn ihre Ab⸗ ſicht verfehlt wurde.—
Frndeſſen läßt ſich Durvina durch kein
Hinderniß entmuthigen, ſondern wird dadurch
nur zu groͤßerer Thätigkeit geſpornt. Schon waven vier ſtarke Barten des beſagten Gitters
N
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