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keit ſchleichen ihr die Nächte voruͤber, und der vleiche Harm wacht unter tauſend ſchauerlichen Geſtalten an ihrem Bette! Vergeblich iſt ihr
Streben, ſich in die Arme der Liebe zu werfenz
es ſtoßt ſich der kuͤhne Wunſch an die ehernen Ketten, welche ſie auf immer an den Aufent⸗ halt des Ungluͤcks feſſeln. Soll ſie ſich der Schande preis geben? die ungewiſſenhaften
Wuͤnſche eines unternehmenden Liebhabers
erhoͤren?—
Verſchiedene angſtvolle Nächte waren ihr ſo voruͤber gegangen, als ſie eines Morgens durch das Sprachgitter einen Tempelherrn ge⸗ wahr wurde, welcher die Superiorin in Auf⸗ trägen ſeines Ordens zu ſprechen verlangte.— Es war Durvina ſelbſt, welcher, von Verlan⸗ gen getrieben, ſich dem Aſyle ſeiner Geliebten zu nahen, auf dieſe Liſt gefallen war, um die Ortsverhältniſſe auszukundſchaften. Sein Erſcheinen wußte er ſo gut zu bemaͤnteln, daß kein Verdacht in der Aebtiſſinn aufkommen
konnte.—
Aber Palmira vermochte bei dieſer Er⸗
ſcheinung die heftigen Bewegungen ihres Ge⸗ muͤths nicht zu verbergen; halb ohnmaͤchtig ſtieß ſie einen lauten Schrei aus, der ſie wuͤrde verrathen haben, wenn der Oberſt nicht beſſer
die Herrſchaft uber ſeine Gefuhle behauptet, S und
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