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Rittheilungen einen verrätheriſchen Gebrauch gemacht haben wuͤrden. Ihre beſte Erholung war, auf den Balcon zu ſteigen, um von da nach den Orten hinzuſehen, welche Zeugen ihrer Liebesſchwüre geweſen waren, z. B. die oͤffent⸗ liche Promenade, wo der praͤchtige Oberſt ihr ſo oft zur Seite ging, und das Haus ihres Vaters, wo ſie ihn ſo oft verſtohlen ſah; ach dann küͤßte ſie unbemerkt mit unheiligem Munde einen Haarring, welchen in jener gluͤcklichen Zeit der Oberſte gegen einen Ring von ihren
Haaren ausgetauſcht hatte.—
So ſtand ſie nun eines Tags, in zaͤrt⸗ lichen Gedanken verſunken, an einer Saͤule ge⸗ lehnt, auf ihrem Balcon, als eine Orange geſchleudert mit ungewöhnlicher Kraft, an
die Decke des Soͤllers ſchlug, von da auf den
Boden zuruͤckprallte und dann zu ihren Fuͤßen hinrollte.—
Die betretene Palmira weiß anfangs nicht, ob ſie dieſe Mittheilung fuͤr einen Beweis der Galanterie, oder fuͤr eine Beleidigung nehmen ſoll; ſie ergreift jedoch die Hrange, betrachtet
ſie, und bei genauerer Anſicht entdeckt ſie eine
abſichtlich gemachte Oeffnung in derſelben.— Ihr Herz ſchlägt heftig, ihr Athem wird kurz, die Hände zittern, die Kniee wanken— eine wunderbare Ahnung ſagt ihr ganz leiſe, daß


