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feinem angebeteten Gegenſtande nur einen Blick, einen einzigen der Heiligkeit der Altaͤre, ent⸗ zogenen Blick forderte.— Lermes faltete dieſes Briefchen goſchickt zuſammen, fuͤgte es kuͤnſtlich mit einer Pfrieme in das Innere einer Orange, und verſprach ſeinem Herrn es mit dieſem un⸗ gewoͤhnlichen Couvert auf den Balcon(Mrador) des Kloſters de la Penitencia in der St. Annen⸗Straße in dem Augenblick zu ſchleudern, wo Palmira, um freie Luft zu ſchoͤpfen, da⸗ ſelbſt ſichtbar wäre.
Wir verlaſſen unſern Oberſten auf einige Augenblicke, um einige Zeilen unſter intereſſan⸗ ten Heldin zu weihen. Sie ſtand damals in ihrem ein und zwanzigſten Jahre, und die Schoͤnheit ihrer Zuͤge ſowohl als die Anmuth ihrer Geſtalt ließ nichts zu wuͤnſchen uͤbrig. Ihre neue Nonnentracht, weit entfernt ihre Reize zu verdunkeln, hob dieſelben vielmehr durch den Contraſt nur noch auffallender heraus. Eine regelmäßige Geſichtsbildung, halb verhuͤllt unter einem blendend weißen Schleier, die be⸗ zaubernden Reize des Buſens, gleichſam herme⸗ tiſch verſchloſſen unter einem einfachen Buſen⸗ tuche von Batiſt, eine ſchlanke Nymphengeſtalt in ein ſchwarzes Leibchen eingeengt, große dunkle Augen, in deren feuchten Blicken die erzwungene Heiligkeit mit der natuͤrlichen Luͤ⸗ ſternheit im ungleichen Streite lag,— das


