daß ſie mich noch liebte,“— mit neuauflebenden Entzuͤcken that der Oberſte dieſen Ausruf—
„O wie gern wollte ich mein Leben aufopfern, im dieſe köſtlich Sereit zu erlangen. 4—
„Lermes, mein lieber Lermes, ſagtet der Krieger zu ſeinem Vertrauten, dem Barbier, wenn du mich in meinen Ent⸗ würfen unterſtützeſt, ſo iſt dein Gluͤck gemacht, und meine ewige Dankbarkeit wird in goldenen Quellen auf dich uͤberſtroͤmen.— Ich muß durchaus, fuhr Durvina fort, die Geſinnungen meiner Geliebten genau kennen lernen; mein Leben hängt von dieſem wichtigen Geheimniſſe ab; es iſt moͤglich, daß ich mich zur Erreichung meines Zwecks an den heiligſten unſerer reli⸗ gioſen Inſtitutionen vergreifen muß; aber ſo bringt es mein Verhaͤngniß mit ſich; der Tod iſt mir weniger verhaßt, als der Gedanke, das Herz Palmirens aufi immer zu verlieren.“
Nachdem Durvina in ſolchen Klagen ſeinem Liebesſchmerze Luft gemacht hatte, ſetzte er ſich, um mit ſympathetiſcher aus Eitronenſaft bereiteten Dinte einen feurigen Liebesbrief zu ſchreiben, in welchem er ſich, nach einer ge⸗ nauen Erzählung ſeines bisherigen Lebens und
ſeiner Ruͤckkehr, in die feierlichſten Verſiche⸗
rungen ſeiner zaͤrtlichſten Treue und ſeiner Verzweiflung ergoß, und am Schluſſ von


